Unparteiische, kommentarfreie Wahlanalysen, erstellt mit offiziellen YSK-Daten.
Bei jeder Wahl werden auch in Gefängnissen Urnen aufgestellt; am 31. März 2024 waren es 290 in 207 Anstalten, mit 35.176 Personen im Verzeichnis. Dreizehn Jahre Ergebnisse zusammengestellt zeigen: Verändert hat sich die Wählerschaft hinter diesen Mauern selbst. In denselben 134 Anstalten stieg die Zahl der Wählenden bis 2018 auf das 2,3-Fache, die Parteiverteilung schlug stark aus und kehrte sich teilweise wieder um. Außerdem: wie sich die Anstaltstypen unterscheiden und warum Kommunalwahlen völlig anders aussehen.
Lesen →Das wählerreichste Viertel ist Bağcılar im Bezirk Bağlar (Diyarbakır): Mit 95.072 Wählern übertrifft es allein 785 der 973 Bezirke der Türkei. Die 15 größten Stadtviertel nach YSK-Daten 2023 — und zwei verschiedene Türkeien in einer Liste: Randviertel, die sich verzwanzigfachten, wie Kayabaşı, neben alteingesessenen, die seit zwölf Jahren stillstehen, wie Zafer.
Lesen →Bei der Wahl drei Monate nach dem Erdbeben brach die Beteiligung in Antakya um 13 Punkte ein — während sie in schrumpfenden Bezirken außerhalb des Erdbebengebiets kaum sank. YSK- und TÜİK-Daten für 972 Bezirke zeigen: Der Verlust folgte der Vertreibung, nicht der Zerstörung. Die Menschen gingen, ihre Wählerregistrierungen blieben.
Lesen →Von 2015 bis 2023 verloren die historischen Zentrumsbezirke Wähler, während die Neubaugebiete an der Peripherie boomten: Allein Esenyurt gewann 185.000 Wähler, Fatih verlor 38.000. Doch veränderte diese tiefgreifende Wanderung das Wahlverhalten? Weniger als erwartet — geändert hat sich vor allem der Ort der Wahlurne, nicht ihre Farbe.
Lesen →Zwei technische Zahlen — Beteiligung und ungültige Stimmen — zeichnen auf Stadtviertel-Ebene eine deutliche Geografie. Die Beteiligung sinkt im ausdünnenden Zentrum der Stadt; ungültige Stimmen ballen sich auf dem Land und zeigen einen konsistenten Unterschied nach der Parteibasis des Viertels. Beide hängen nicht mit Parteien zusammen, sondern mit dem Profil der Stadtviertel.
Lesen →In der Hauptstadt stieg der Anteil der AK Parti in keinem einzigen Stadtviertel; die stärksten Rückgänge kamen in ihren eigenen Hochburgen. Der Anstieg der CHP konzentrierte sich dagegen fast vollständig auf Çankaya. İYİ Parti legte in Beypazarı sprunghaft zu. Ein anderes Muster als in İstanbul.
Lesen →İstanbuls Gesamtbild wirkt kaum verändert; doch auf Stadtviertel-Ebene ist die Bewegung weitaus schärfer. In zentralen Bezirken fielen Yeşil Sol/HDP, während die CHP zulegte — und zwar in denselben Stadtvierteln. Die AK Parti legte unterdessen in keinem Stadtviertel nennenswert zu.
Lesen →In derselben Stadt erzeugen Parlaments- und Oberbürgermeisterwahlen sehr unterschiedliche Stimmenbewegungen zwischen den Parteien. Und wie viel davon ist eine echte „Wanderung“, wie viel nur Erscheinung? Wir haben es mit Korrelation innerhalb der Bezirke und ökologischer Inferenz untersucht.
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